Zurück!

Ich melde mich zurück!

Zurück aus Portugal!

Zurück von der Insel!

Zurück von einer Malwoche

im Rotlichtviertel von Bochum!

Zurück in Deutschland!

Zurück von vierwöchiger Krankheit!

Nein, nichts Ernstes! Macht euch keine Sorgen!

Ich wusste zunächst selbst nicht was es war

und habe nun recherchiert:

Zurück nach Schreibhemmungen!

 

"Eine Schreibblockade oder auch Schreibhemmung ist ein psychisches Phänomen, das in der Schwierigkeit oder Unmöglichkeit besteht, einen Text mit bestimmtem Inhalt bzw. bestimmtem Ziel aufzuschreiben.

 

Eine Schreibblockade kann verschiedene unterschiedlich schwerwiegende Erscheinungsformen haben. Manchen Betroffenen fällt es nur schwer, einen Anfang zu finden, andere quälen sich Wort für Wort durch ihre Texte, während ihnen eine mündliche Wiedergabe des Inhalts nicht schwer fällt. Wieder andere werden schon beim Gedanken an die Anfertigung ihrer Arbeit oder beim Anblick ihres Computers oder Bildschirms von körperlicher Übelkeit oder Unruhe befallen und schaffen es noch nicht einmal, ihren Computer oder das Schreibprogramm zu starten.

Die Betroffenen neigen häufig dazu, sogenannte Vermeidungshandlungen durchzuführen, sich also mit derzeit weniger wichtigen Tätigkeiten abzulenken, wie exzessives Aufräumen, Sortieren oder Putzen. Auch das endlose Weitersammeln und Suchen von neuem Material kann eine solche Vermeidungstaktik sein." (Information: Wikipedia,

Schreibblockade)

 

Froh, aber sehr verwundert stelle ich fest, dass Wikipedia den Nagel auf den Kopf getroffen hat. Hat man mich etwa in den letzten Wochen beobachtet und mein Krankheitsbild genau studiert?

 

Nach meiner Rückkehr von Faial rede ich mir zunächst ein, dass ich in dem schnelllebigen Deutschland keine Muße zum Schreiben finde. Darüberhinaus ergibt sich gar kein Schreibthema. Über was soll ich hier berichten?

Vermeidungshandlungen fallen mir nicht schwer. Es wird mal wieder Zeit die Wohnung umzuräumen. Außerdem muss das Mainzer "Wohnklo mit Kochnische" vermietbar gemacht werden, das seit sechs Jahren meinen Söhnen als Domizil diente, erst dem einen, dann dem anderen. Was für ein Glück, dass mein liebenswerter Sohn Nr. 2 andere Putzrituale hat als ich. So kann ich mich intensiv um Fettspritzer und Verkrustungen aller Art kümmern, ohne Schreiben zu müssen. Mit meiner gesamten Energie stürze ich mich auf den Kleiderschrank im Mini-Appartement. Verwunderung und Nostalgie machen sich breit: Verwunderung darüber, dass so viel Kram in einen einzigen Schrank passt - Melancholie und Nostalgie beim Anblick der Dinge, die mich an meine Söhne als sie noch Jugendliche und keine jungen Männer waren, erinnern.

Brauchen sie den Baseballschläger wirklich nicht mehr? Die Hemden könnten einem von beiden doch noch passen! Warum befinden sich in dem kleinen Schrank fünf Kopfkissen, zwei Isomatten und so viele Decken? Warum gibt es immer noch einige von den Staubsaugerbeuteln, die ich vor sechs Jahren gekauft habe?

 

Nachdem die Schlacht in Mainz geschlagen ist und ich deshalb einige Tage plausible Argumente für meine Schreibblockade vorweisen kann, begebe ich mich auf den Parkplatz der zu dem Postamt meines Wohnortes gehört. Kleines Postamt, lange Warteschlangen, kleiner Parkplatz, lange Warteschlangen. Das Dumme ist, wenn man einmal auf den Parkplatz fährt, ist man verloren. Wenden geht nicht. An diesem Tag ist der Andrang besonders groß! Ich muss am Rand, außerhalb der markierten Parkbuchten parken. Ein Zurück geht nicht, da hinter mir bereits weitere Postkunden eintreffen. Ein Paket für die Azoren soll auf die Reise gehen, wie gerne würde ich es begleiten. Als ich das Postamt endlich verlassen kann, werde ich bereits von einer kleinen, sehr, sehr ungehaltenen, sehr, sehr unfreundlichen Frau begrüßt. Sie ärgert sich über den Standort meines Fahrzeuges und ist in großer Eile. Ihr Geschrei schallt über den Posthof. Dabei benutzt sie Worte, die ich mir lieber nicht merken möchte. Sie scheint mich nicht zu mögen. Schade, obwohl ich auch trotz ihres Gezeters so nett zu ihr bin. Freundlich fahre ich mein Auto weg, damit sie besser ausparken kann. Das war ihr Problem. So weit habe ich sie verstanden. Als ich einige Zeit später mein Auto betrachte, hat die Stoßstange zwei Kratzer. Nun begreife ich endlich, wie groß ihr Problem war. Schade, dass sie mir nicht ihren Namen und ihre Autonummer gesagt hat.

 

Aus Groll über den Vorfall kann ich natürlich an diesem Tag auch nicht schreiben. Und am nächsten verhindert ein Besuch beim Polizeirevier jegliche Schreibmotivation.

Der Beamte vermisst mein Auto, um sicher zu stellen, dass der Schaden von einem anderen Fahrzeug stammt. Er lässt sich den Auftritt der kleinen, unfreundlichen Dame genau schildern und schreibt einen langen Tagebucheintrag. Er schreibt und ich zeichne ein kleines Bild der Parksituation und darf es später sogar signieren. Allerdings scheint er es nicht kaufen zu wollen.

Während wir über den Sachverhalt diskutieren, schiele ich auf seinen Schreibtisch. Außer einiger Spielzeugautos, mit denen Geschädigte wie ich den Tatbestand verdeutlichen können, hat er einen Miniatur-Liegestuhl auf seinem Tisch stehen. Ich stelle mir vor wie ich darin liege und mir neue Geschichten für meinen Blog ausdenke, aber dann fällt mir meine Schreibhemmung ein. Der nette Beamte sieht wenig Erfolg in meinem Fall ( Er weiß doch gar nichts von meiner Blockade). Ich erkläre ihm meine Hoffnung die kleine Frau irgendwann wieder zu sehen. Wir beraten wie ich mich verhalten kann, wenn dies eintritt. Beiden ist uns klar, dass dies die Nadel im Heuhaufen ist. Dennoch empfiehlt er mir kein Gespräch mit dem Nervenbündel zu führen, sondern nur das Recherchieren der Autonummer.

 

Betrübt verlasse ich die Polizeidienststelle. Dieser Tag eignet sich nun wirklich nicht für Rückkehr zum Blogschreiben. Vielleicht helfen mir süße Lebensmittel meine Laune aufzubessern.

 

Schon beim Befahren des Discounterparkplatzes beschleicht mich ein prickelndes Gefühl. Irgendetwas liegt in der Luft. Ich durchquere mit meinem Einkaufswagen gespannt die ordentlich aufgefüllten Regale. Hinter dem Stapel mit dem Katzenfutter sehe ich sie. Ihre Katze scheint eine bestimmte Vorliebe zu haben, denn sie sucht emsig nach einer ganz bestimmten Sorte. Lange ist sie hinter dem Dosenstapel verschwunden. Lange genug für mich, um mir eine Strategie auszudenken. Detektivisch beschatte ich sie. Ich will vor ihr an der Kasse stehen. Diesmal hat die kleine Frau Zeit. Ziellos streift sie durch die Gänge, endlos erscheint die Zeit bis sie die Kasse erreicht. Ich stehe in Position. Als ihr Kofferraum zuklappt, habe ich mir triumphierend die Autonummer notiert.

Kurze Zeit später parke ich auf dem Parkplatz einer Drogeriekette direkt neben ihr und vergleiche die Höhe ihrer Stoßstange mit der Höhe meiner Schrammen.

 

So, ich melde mich zurück! Zurück im Blog!

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Kommentare: 7
  • #1

    Christa (Dienstag, 13 November 2012 20:19)

    Schön, Sabine!!! das ging ja jetzt rasch!!!
    produktiver Kaffeeklatsch im schönen Eppstein
    und klick...!!!
    alles wieder gut!
    Prima!!!
    Bis dann liebe (inspirierende?) Grüße Christa

  • #2

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